www.eichwaelder.de

Altes und Schönes

  Postkarten
Schilder1
 Spielzeug
 Geräte
 Film
Bücher
Verpackungen/Reklame/Schilder


Heute verboten !
Dallmann´s Kola - Traubenzucker
aus Wiesbaden
Nach 109 Jahren Produktion - nicht mehr erhältlich !
(27.1.07)


Als ich mir letzte Woche am Montag nach dem feuchten Narrenbaumstellen vom vergangenen Samstag
einmal wieder ein Päckchen Salbei- Bonbons in der Apotheke geholt habe, fiel mein Blick auf die Verpackung.
Der Name Dallmann brachte meine "Sammlerzellen" in Bewegung. In meinem Keller wurde ich auch gleich fündig -
und ich  fand diese schöne kleine Blechverpackung.


Energiebedarf hatte ich auch, doch leider war die Schachtel natürlich leer !

Meine Nachforschungen zum früheren Inhalt der Schachtel brachten dann doch recht Überraschendes
zum Vorschein - der frühere Inhalt darf heute nicht mehr verkauft werden !

Es liegt wohl nicht am Traubenzucker, sondern eher am "Kola" !
In der Wikipedia steht:
Ursprünglich wurden Extrakte der Kolanuss und des Kokastrauchs zur Herstellung von Coca-Cola verwendet, mittlerweile sind die Hersteller jedoch auf das deutlich billigere Koffein aus Kaffee ausgewichen.

In Afrika hingegen ist sie schon seit Jahrhunderten ein gängiges Genussmittel. Dort werden die leicht bitteren, erdig schmeckenden, etwa walnussgroßen Samen entlang der Naht aufgebrochen, in kleinere Teile zerbrochen, etwa eine Stunde gekaut und anschließend ausgespuckt.
Die Kolanuss entfaltet aufgrund ihres hohen Koffeingehaltes unter anderem stimulierende Wirkung. Im Unterschied zum Koffein im herkömmlichen Kaffee liegt das Koffein in der Kolanuss jedoch gebunden vor und entfaltet deshalb eine andere Wirkungsweise. Die infolge von Kaffeekonsum oft auftretenden Nebenwirkungen wie beispielsweise Herzrasen, Nervosität u. a. treten bei der Kolanuss deshalb nur bedingt auf. Weitere Wirkungsweisen sind eine verdauungsanregende und schmerzstillende Wirkung. Sie regt die Darmperistaltik an. Es wird auch von aphrodisierender Wirkung berichtet.

In vielen afrikanischen Kulturen kommt der Kolanuss besondere kulturelle Bedeutung zu. So ist es in manchen Volksgruppen üblich als Geschenk an Gäste Kolanüsse zu überreichen, sie gelten als Symbol von Gastfreundschaft. Dem Konsum der Kolanuss kommt dabei ähnliche Bedeutung zu wie dem Friedenspfeiferauchen in indianischen Kulturen. Auch ist es mancherorts üblich, dass der Bräutigam vor der Hochzeit den Eltern der Braut einen Korb Kolanüsse überreicht.

Da 1998 das Arzeimitterecht verändert wurde, musste die Produktion der Dallmann - Täfelchen nach 109 Jahren eingestellt werden.
 

Dieser Artikel ist aus der Welt am Sonntag vom 20.3.2005:

Dallmann's Salbei- Bonbons
made in germany
Manchmal ist es gut, wenn alles beim alten bleibt: die gleiche Rezeptur, der gleiche Schriftzug und die gleiche Pappschachtel in Rot-Gelb. Während Konkurrent "Ricola" aufwendige Werbespots ("Wer hat's erfunden?") schaltet, "Wick" und "Em-eukal" ihre Tüten immer bunter und auffälliger gestalten, produziert der 25-Mann-Betrieb "Dallmann & Co" in Wiesbaden seine Salbei-Bonbons seit 45 Jahren unverändert - und mit bleibendem Erfolg.
Der Hustenbonbon wurde 2004 von Apothekern am häufigsten empfohlen (Quelle: "Pharma Rundschau"). Die kleinen Kamellen schmecken mild säuerlich nach Salbei und Honig. An ihnen und der Pappschachtel, in der sie stecken, haftet der Charme der 60er Jahre: "Wir werden an der Verpackung wiedererkannt", sagt Geschäftsführer Klaus Wellmann. Denn wer beachtet schon, daß über dem großen Schreibschriftzug ein kleines "Dallmann's" steht. Und so antworten auch die meisten Liebhaber auf die Frage nach ihren favorisierten Halsbonbons meist nur mit: "diese gelbe Schachtel aus der Apotheke".
Die Erfolgsgeschichte der "medizinischen Spezialbonbons" begann 1889, als sich der Apotheker Georg Dallmann mit einer eigenen Firma selbständig machte. Zunächst mit einer anderen Pastille: Dallmann & Co produzierte damals in Gummersbach "Kola-Dallmann", ein Kaubonbon mit dem Extrakt der Kolapflanze. Die Herstellung wurde erst aufgrund einer Veränderung im Arzneimittelrecht 1998 nach 109 Jahren eingestellt. Es folgten "Dallmann's Guarana-Bonbons", die Produktion endete 2001.
Allein die Salbei-Bonbons sind geblieben. Und heute gilt: eine Firma, ein Produkt. Die Idee dazu hatte Helmut Wellmann Ende der fünfziger Jahre - ganz intuitiv: Als der Neffe des Gründers seinen Urlaub in der Schweiz verbrachte, spürte er an einem fürchterlich verregneten Tag ein Halskratzen, bestellte sich einen Salbei-Tee und dachte: Wäre es nicht toll, wenn man Salbei lutschen könnte? Sandra Winkler
http://www.wams.de/data/2005/03/20/612204.html

So bleibt der Firma Dallmann also nur die Produktion
der Salbei-Bonbons !

 


 Dein Kind braucht Sonne !
 

Seite 1 Altes und Schönes
 
 

 home